Wenn ich das schon höre. Finde Deine innere Balance, finde Deine Mitte, finde Dich selbst, da könnte ich grad ausrasten. Was denken die sich eigentlich? Dass wir beide blöd sind? Ich meine, bei dem Pensum, das wir den ganzen Tag abliefern und abliefern müssen, kommen die mit so mega klugen Sprüchen und sind dann auch noch der Meinung, dass das der wahrhaftige Schlüssel zu einem entspannten Alltag ist. Ja ganz toll! Echt super.

Mal ehrlich, in der heutigen Zeit, in dem die neuen Medien einen ganz erheblichen Anteil daran haben, wie und ab wann wir Zeit haben unsere Mitte überhaupt zu finden, weil wir ja ständig erreichbar sind und aufgrund beruflicher oder privater Umstände auch erreichbar sein müssen, ist das gar nicht mehr so einfach, mit der inneren Balance. Es würde bedeuten, dass wir ab einem bestimmten Zeitpunkt am Tag oder sogar prinzipiell rigoros eine Grenze ziehen und uns abschotten. Die Frage ist doch, wollen wir das überhaupt?

No chance, wir sind gerade im Moment not available?

Und, auch wieder ganz ehrlich, das kostet Mut. Wir könnten ja etwas Wichtiges verpassen. Zum Beispiel das nächste Mittagessen auf Facebook. Also, wenn ich einen Kochblog verfolge, dann warte ich definitiv auf das nächste Mittagessen, weil ich dann für mich persönlich davon auch richtig profitieren kann. Es bringt mich weiter, bedeutet: Es macht SINN.

Was überhaupt kein Sinn macht, ist, wenn wir es zulassen, dass uns ständig Einer unsere Zeit mit irgendwelchen unnützen Mitteilungen klaut. Also doch die Grenze ziehen? NEIN sagen?

Wechseln wir mal die Sichtweise.
Heute ist es üblich permanent „on“ zu sein. Das Handy beeinflusst unser Handeln in einer sehr massiven Art und Weise.
Durch meine Coachingtätigkeit habe ich bereits die Erfahrung gemacht, dass es Nutzer gibt, die kurz vorm Herzinfarkt stehen, wenn irgendetwas mit dem Handy nicht funktioniert und sie nicht erreichbar sind. Achtung: Gefährlich! Das Handy scheint dann die Versorgungsleitung schlechthin zu sein. Bleibt die Frage für was? Und bleibt auch die Frage, Wen ersetzt das Handy …

Achtung: ENTSPANNUNG!

Natürlich ist es wichtig, dass wir durch ein Handy erreichbar sind. Wir wollen ja auch den Fortschritt nicht aufhalten. Ganz im Gegenteil, wer sich einmal in einer Notsituation befunden hat und die Situation durch ein Handy entschärfen konnte, der wird nie wieder, zu keinem Zeitpunkt mehr, ohne Handy auf der Bildfläche erscheinen. Dennoch sollte es nicht das Zepter in der Hand haben und uns vorgeben, was wir im nächsten Augenblick zu tun und zu lassen haben, oder was meinst Du?
Hey, als echter Senkrechtstarter hat nur einer das Zepter in der Hand und das bist Du.
Du allein entscheidest, wer Dich wann stören darf. Und wenn Du gerade eine Sache oder gewisse Dinge zu erledigen hast, dann muss auch James Bond mal einen Augenblick warten …

Du bist in Deinem Leben die wichtigste Person und entscheidest was passiert!

Du bestimmst was abgeht und Du entscheidest, wann es Zeit ist, dass Du jetzt gerade offline bist. Und weißt Du was? Wenn Du das mal ein kleines bisschen ausprobiert hast, dann wirst Du merken, dass sich bei Dir etwas verändert. In eine angenehme Richtung versteht sich, sonst würde es ja nix bringen.
Letztlich greifst Du doch nur einen winzigen Moment später auf Deine Messages zu. Es ist nur ein ganz kleiner, aber ein ganz freier Moment, der Dir ganz allein gehört und so wichtig für Deine innere Ausgeglichenheit ist. Mit diesem winzigen Moment hast Du damit begonnen, die Führung zu übernehmen und Dich auf Dich zu konzentrieren. Das ist der erste Schritt. Nur, wenn Du zuvor die ganze Zeit über immer an Deinem Handy geklebt hast, dann ist das definitiv eine absolute Herausforderung, ich weiß. Aber, ich bin auch davon überzeugt, dass Du es hinkriegst.

Starte mit 10 Minuten.

Bevor Du damit beginnst, hast Du jede Menge Zeit darüber nachzudenken un dlass‘ uns doch einfach mal ein paar Pro’s und Kontra’s sammeln:

Kontra 10 Minuten:
Erreichbar zu sein gibt mir ein Gefühl wichtig zu sein. Das ist ein schönes Gefühl.
Pro 10 Minuten:
Ok, Du bist definitiv wichtig. Egal was Dir Jemand mal an den Kopf geknallt hat, im Streit oder warum auch immer, Du bist wichtig.

Kontra:
Ich will überhaupt so ein Blödsinn nicht, weil ich gerne erreichbar bin.
Pro:
Ok, alles klar, bitte bedenke nur, Du gibt’s Verantwortung ab und das wäre schade. Verantwortung zu übernehmen macht Dich stärker und selbstbewusster.

Kontra:
Das geht gar nicht, ich muss beruflich immer erreichbar sein.
Pro:
Ok, akzeptiert. Du bist wahnsinnig eingespannt, da sind 10 Minuten natürlich extrem unangebracht.

Kontra:
Ich habe Kinder und muss erreichbar sein.
Pro:
Natürlich, gar keine Frage. Wir reden ja auch nur vom Handy, nicht vom Festnetz mit AB und auch nicht von der Festnetznummer auf der Arbeit. Ein Chirurg, der im OP steht ist manchmal mehrere Stunden nicht erreichbar. Ich meine, dass macht einen extrem schlechten Eindruck, wenn er seine Arbeit für ein privates Telefonat unterbrechen würde … 10 Minuten, nicht 10 Stunden.

Kontra:
Du meinst, ich habe ja gar keine Ahnung wie es heute abgeht, die heutige Zeit ist so.
Pro:
Selbst wenn die Zeit heute so ist, Du lässt die Zeit einfach so über Dich bestimmen?
Das ist Dir doch bestimmt zu blöd oder?

Kontra:
Was ist das denn für ein ausgemachter Schwachsinn.
Pro:
Ausgemachter Schwachsinn klingt gut. Ich bin auch der Meinung, dass es der totale Schwachsinn sich das Zepter aus der Hand nehmen zu lassen. Herzlichen Glückwunsch zu Deiner Entscheidung endlich der Chef in Deinem Leben zu werden!
Du bist es wert.

Quergedacht:

Ein Satz noch zum Thema Verantwortung.

Es geht gar nicht darum, die neuen Medien schlecht zu reden. In keinster Weise. Es geht nur darum, dass Du Dir darüber bewusst werden solltest, wann es Zeit ist durchzuatmen und Dir einen Moment Pause zu gönnen. Situationen und Umstände die es Dir abverlangen, dass Du beständig online bist, erfordern es auf der anderen Seite, dass Du konsequent mit Deiner Zeit haushaltest. Gerade in diesen Phasen ist es absolut wichtig, dass Du Dir kleine Pausen gönnst, Dir nur Dir gehören. Und wenn Du in diesen 10 Minuten einfach nur herumsitzt und Löcher in die Luft guckst, egal. Es sind Deine 10 Minuten!

Und noch eine gute Nachricht.
Es braucht auch nicht mehr zu werden. 10 Minuten reichen …
Okay, heute hatten wir ein Thema, dass bestimmt kontrovers zu diskutieren ist.
Wie siehst Du das Thema Handy?
Schreibe gerne einen Kommentar dazu.

Liebe Grüße, bis zum nächsten Mal

Deine
Claudia

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