Als wenn das so einfach wäre. Ha, dann könnt’s  ja Jeder.

Ich weiß nicht wie’s Dir geht, aber Jemand so ein „Nein“ an den Kopf zu knallen, das kann ich nicht sooo gut und finde das auch immer ein bisschen unhöflich.

Man will ja seinen Gesprächspartner nicht vor den Kopf stoßen, man will ja auch keinen Streit von Zaun brechen, aber man will sich’s auch nicht selbst versauen, falls man selbst mal was braucht, usw., usw.

Alles richtig, aber seien wir doch mal ehrlich. Es ist nervig ohne Ende wenn andauernd Jemand auf der Matte steht und etwas von uns will, und wir

 

  • gar nicht zuständig sind oder

 

  • dazu keine Zeit haben oder

 

  • dazu keine Lust haben oder

 

  • es schon hundert Mal erklärt haben oder

 

  • ein Kollege es ebenso gut übernehmen könnte oder

 

  • derjenige es SELBST machen könnte – wenn er wollte!

 

 

Wohlgemerkt, ich rede hier von Arbeitskollegen, die Dich gerne als Abladeplatz für lästige, unangenehme, stoisch langweilige oder anderweitige „Lückenfüller-Aufgaben“ benutzen.

Und ehrlicherweise muss ich hier anmerken, wenn das dann auch noch ein Kollege oder eine Kollegin ist, die

 

  • man selbst gerne mag

 

  • man selbst schon öfters gebraucht hat

 

  • so etwas ist wie eine „kleine Vorgesetzte“ ist

 

  • uns selbst eingearbeitet hat und die Situation jetzt irgendwie falsch einschätzt

 

dann wird es schwierig. Ein knallhartes „Nein“ geht dann irgendwie nicht wirklich.

 

Nich‘ meine Abteilung oder vielleicht geht’s auch sanfter?

 

Klar geht es auch sanfter.

Ich meine selbst in dem Märchen von Dornröschen gab es eine böse Fee, die gesagt hat Dornröschen soll sich an der Spindel stechen und tot umfallen und es gab eine Fee die dann gesagt hat Dornröschen soll nicht tot umfallen, sondern nur 100 Jahre schlafen.

Also, das finde ich die bessere Variante. Du auch?

Wenn sich eine Alternative findet die diplomatischer ist als ein stahlhartes „Nein“, bin ich immer dafür zu haben.

Ein HOCH auf die Diplomatie – eleganter geht’s nicht!

 

Eine diplomatische Umschreibung für ein „Nein“ ist immer eine elegante Lösung und Du bist außerdem aus dem „Schussfeld“, wie es so schön heißt.

Denn es könnte ja auch sein, dass Dein Gegenüber eine Ablehnung seiner „wohlformulierten Bitte“ als einen persönlichen Angriff empfindet. Was dann?

Dann kommt er oder sie in die Situation, sich verteidigen zu müssen oder zu wollen und die ganze Angelegenheit eskaliert. Dann hast Du am Ende den schwarzen Peter und bis am „Büroknatsch“ schuld. Blöder geht’s nicht.

Deshalb findest Du nachfolgend acht Redewendungen, die Dir helfen, ein „Nein“ schön zu verpacken und den Bittsteller langsam darauf vorzubereiten, dass Du nicht mehr als Abladeplatz zur Verfügung stehst.

 

8 Redewendungen gegen den ungeliebten Abladeplatz und hausgemachten Stress auf der Arbeit!

 

Es sind übrigens auch meine persönlichen Favoriten, die ich selbst gerne nutze, weil ich sie einfach gut finde. Du findest noch mehr positive Lösungsmöglichkeiten gegen hausgemachten Stress auf der Arbeit in meinem BEE 4.0.

Wie heißt es so schön, gut angelegtes Geld macht sich immer bezahlt!
Du verzeihst mir bitte meine kleine Eigenwerbung, aber ich bin der Meinung, dass Du davon richtig profitierst und mit den Safety First Tipps zusätzliche Hebel an die Hand bekommst, die Dich stressmäßig sehr entlasten. Überleg’s Dir einfach. Infos findest Du hier:

 

https://www.fragrosalie.de/bee-4-0/

Die 8 Redewendungen sind in dem BEE 4.0 auch drin. So hast Du sie immer parat.

 

Redewendungen die Dir helfen ein „Nein“ schön zu verpacken:

 

  1. „Ich bin gerade mitten in einer anderen Baustelle (alternativ dazu kannst Du auch sagen „einem anderen Space“, „einem anderen Thema“) und mein Kopf ist voll. Ich komme später nochmal auf Dich zu. Ist das in Ordnung?“

 

(Die Ablehnung mit einer Frage zu beschließen, zwingt den anderen Dir zu antworten. Da er sein Gesicht wahren will, kann er Dich nicht abkanzeln. Das würde ein sehr schlechtes Licht auf ihn werfen. Vielleicht zögert Dein Bittsteller auch und ist überrascht, dass er eine vorläufige Absage bekommt.
Die Reaktionen darauf können vielfältig sein.

 

Es muss auch nicht sofort klappen. Es kann sein, dass Dein Bittsteller die Angelegenheit dringend macht. Dann empfehle ich Dir eine ganz kurze, knappe Antwort: „Ausnahmsweise.“

 

Nur dieses eine Wort, ohne weitere Diskussionen anzufangen oder Dich auf weitere Diskussionen einzulassen. Punkt. Fertig. Aus.
Das sitzt Du jetzt aus und hast damit bereits Flagge gezeigt. Deine eigene Arbeit geht vor allem anderen.)

 

 

 

  1. „Mach es bitte selbst, ich bin komplett ausgelastet.“

Das mag Dir komisch vorkommen und so förmlich, aber es ist ein Reizwort drin versteckt: Komplett.

 

(Komplett ist ein Reizwort, das viele aus dem Vertrieb kennen und es ist ein typisches Männerwort. Also ein Wort, wo Männer drauf reagieren. Ein Auto ist schließlich auch erst ein Auto, wenn es einen kompletten Satz Alufelgen drauf hat ….

 

Für Frauen gilt es in dem Fall auch, denn es belegt die Tatsache, dass Du bis über beide Ohren in Arbeit steckst und jetzt echt keine Zeit für andere Sachen hast. Steht Dir zu, das dann abzulehnen.)

 

 

 

  1. „Ich kann erst später danach schauen, eventuell heute gar nicht mehr. Du müsstest solange warten. Kannst Du damit um? / Ist das ok? Geht leider vorher gar nicht mehr.“

 

(Hier wieder mit einer Frage schließen. In dem Fall hast Du nicht direkt abgelehnt und Dir ein Türchen offen gelassen. Die Formulierung eignet sich besonders, wenn Dein Bittsteller ein hartnäckiges Exemplar ist, das grundsätzlich nur ein „Ja, mach ich grad“ akzeptiert.) 

 

 

  1. „Brauchst Du Unterstützung oder warum fragst Du gerade mich?“

Wieder mit einer Frage schließen und bei der Variante, muss Dein Gegenüber erst mal sortieren, denn es stecken mehrere Möglichkeiten drin.

Heißt es jetzt er kriegt es nicht selbst gebacken, weil er es nicht kann?
Oder heißt es, dass er ein sch… Zeitmanagement hat?
Oder heißt es, dass er es ohne DICH persönlich gar nicht hinkriegt?

 

(Das sind alles so Sachen, die am EGO kratzen. Und es kann sein, dass der Bittsteller sich beleidigt zurückzieht, Du nie wieder der Abladeplatz bist, was du ja willst, oder aber vor Wut platzt.

 

In jedem Fall, hast Du eine ganz klare Grenze gezogen und das ist schon mal viel wert.
Du musst Dir nur vorher darüber im Klaren sein, dass Du dann bei Deinem Bittsteller  – vielleicht – auch nicht mehr ankommen brauchst. Ist das in Ordnung für Dich?)     

 

 

  1. „Schaffst Du es nicht selbst oder warum fragst Du mich?“

 

  1. „Hast Du keine Lust darauf oder warum fragst Du mich?“

 

  1. „Fehlen Dir noch Infos dazu oder warum soll ich das für Dich erledigen?“

 

  1. „Was genau fehlt Dir, damit Du das selbst erledigen kannst?“

 

Immer wieder eine Frage am Schluss, bringt Dir Handlungsspielraum und Zeit, denn jetzt ist der Spielball im gegnerischen Feld.

 

Dein Bittsteller muss sich erklären und das wird auf Dauer unangenehm, denn es zeugt dann von „augenscheinlicher“ Inkompetenz. Natürlich muss das nicht so sein, aber stell Dir mal vor, Du praktizierst dass über eine gewisse Zeit so.

 

Es wird auffallen, dass Dein Bittsteller dauernd Jemand braucht, damit er seine Arbeit schafft. Das wiederum könnte aber auch den positiven Nebeneffekt haben, dass ein verstecktes Problem aufgedeckt wird. Zum Beispiel ein Burnout. Und dann braucht Dein Kollege oder Deine Kollegin wirklich Unterstützung. Es wäre nicht das erste Mal, dass so etwas vorkommt.

 

Wir gehen hier aber mal von einer Unart aus, die Du mit konsequentem Handeln abstellen kannst.

 

Sei vorbereitet und stell‘ Dich auf Gegenwehr ein!

Klar, wenn ein  Bittsteller Jemand am Wickel hat, dem er seine Arbeit aufdrücken kann, dann ist das für denjenigen sehr bequem. Bringt Dich aber in Zugzwang, denn Du hast ja auch zu tun und musst liefern.

Der wird Deine Arbeit nicht machen, das ist mal klar.

Also worauf wartest Du?

Die Welt geht nicht unter, wenn Du damit beginnst Grenzen zu setzen, die berechtigt sind.

 

Wenn Du außerhalb dieses Themas noch nach einer Möglichkeit suchst, wie Du ein Problem grundsätzlich angehen kannst, dann habe ich für Dich aus meinem Pool Free-Support noch eine Problemlösungsstrategie in 6 Schritten:

https://www.fragrosalie.de/wp-content/uploads/2018/11/Probleme-problemlos-loesen.pdf

 

Probier’s einfach mal aus.

 

Abschließend:

Du bist nicht der Abladeplatz für ungeliebte Arbeiten!

Wenn Dein Bittsteller damit Schwierigkeiten damit hat, dann ist das sein Problem.

Sieh‘ das Ganze auch mal aus der anderen Perspektive. Solche Kollegen setzen sich über jegliche Respektsgrenzen hinweg. In aller Regel kümmert es die kein bisschen, ob Du dann ins Schwimmen gerätst, weil Du dann Deine eigenen Arbeiten nicht schaffst.

Und da kannst Du ohne Probleme egoistisch sein und Grenzen ziehen, die der normale Anstand und Respekt anderen Kollegen gegenüber eigentlich schon selbst vorgibt.

 

In diesem Sinne wünsche ich Dir heute eine ganz besonders große Portion Motivation und ganz viel Erfolg bei der Umsetzung!

 

Welche Arbeitskollegin könnte diesen Blog auch gut als Motivationsschub gebrauchen? Teile Dein Wissen und helfe anderen Kolleginnen auch erfolgreicher zu werden – so wie DU!

 

Den nächsten Blog gibt’s am Donnerstag den 04.04.19 und bis dahin

einen herzlichen Gruß und eine erfolgreiche Woche

Deine

Claudia